Heizung die 2. - Wasserschaden in Rehtnyg

Nachdem wir die erste Nacht im Kattgård wie die Murmeltiere schlafen, zieht es uns am ersten Morgen zum kleinen Häuschen Rehtnyg hoch um nach dem Rechten zu sehen. Tja, das ist ein böses Erwachen. Die billigen Heizkörper haben den Dienst versagt, der FI ist irgendwann vor Wintereinbruch raus geflogen und das verbliebene Wasser in den Rohrleitungen gefroren. Risse in Armaturen, ein evtl. gesprungener Boiler, aufgedrückte Verschraubungen und damit zum Teil aus der Wand geschobene Befestigungen in Küche und Badezimmer sind die Folge. Was für eine Schei... Eismasse...

Jetzt heißt es erst einmal ordentlich den Ofen einheizen, alles auftauen und alle Leckagen suchen. Im WC dauert es am längsten und um die inzwischen rostig gewordene Brühe wegzuspülen vergeht eine gefühlte Ewigkeit. Einziger Vorteil der ungeplanten Arbeiten ist, dass ich (während Michel schraubt) endlich die PVC-Beschichtung mal wieder so richtig säubern kann. Die Duscharmatur samt Schlauch und Brause ersetzen wir bei dieser Gelegenheit mal. Wir wollen ja auch ein wenig in die Zufriedenheit neuer Gäste investieren. ;-)

Meiner Putzorgie fallen auch die Briefkästen zum Opfer. Und die Reparatur des kleinen Holzgerüstes schafft Frau alleine.

Über Nacht bekommen wir ein wenig Schnee ab und ich zische im Morgengrauen mit der Kamera zu Rehtnyg rüber um euch ein paar schöne Winterbilder vom Ferienhäuschen zu kredenzen. Unterwegs kommt mit der Holzlaster entgegen, am Ende des Weges zum See hinunter, baut sich der Wandbesitzer ein neues Häuschen mit Seeblick und musste (auch zur Waldpflege) ein wenig abholzen. Leider bleibt der Schnee nicht liegen..

..Trotzdem gibt es schon am Abend eine neue Attraktion zu bewundern. Ich schleiche mich mit Nuka auf den Hügel unserer Smultronställe und während ich noch meinen Blick schweifen lasse, erstarrt der kleine Mann neben mir, eine Elchkuh mit  Jährling im Schlepptau fest im Blick. Nuka zittert vor Aufregung und ich vor Freude über den Anblick dieser imposanten Tiere. Viel zu schnell entscheidet sich die Elchmama zum Rückzug, aber für ein Handyfoto reicht es noch. :-)

Zurück an die Arbeit: Die schöne "antike" Küchenarmatur ist nicht zu retten. Eine moderne benötigt aber nur eine Durchführung durch die Spüle. Damit wir keine neue kaufen müssen, bastelt Michel aus einem Stück Aluprofil eine Abdeckung für die vorhandenen Löcher. Vielleicht nicht professionell, aber originell in jedem Fall, findet ihr nicht?

Die Inbetriebnahme der neuen Wasserversorgung gelingt nur bedingt. Das Rohrnetz und alle Armaturen sind dicht, doch am Druckschalter gibt es einen dicken Funken und schon steht die Kiste wieder still. Nix geht mehr! Leider bekommt Michel den Oldtimer auch nicht wieder ans Laufen und so fahren wir zum x-ten Mal (Armaturen, Alu etc. pp.) in die große Stadt um einen neuen und PASSENDEN Druckschalter zu besorgen. Glücklicherweise bietet Ljungby eine super Klempnerfirma. Bei der Installation geht dann wieder alles schief: Zuerst flutscht der Druckschalter aus unseren Händen und landet in tausend Einzelteilen auf dem Küchenfußboden. Als er endlich wieder zusammengebaut ist (okay, 3 Teile sind übrig, aber mein Gott..), reist der Übergangsnippel. Wieder 45 km fahren, um Ersatz zu besorgen. Die absonderliche Baugröße, von mindestens 3 Dimensionen zwischen Eingang und Ausgang, gibt aber nicht und so arbeiten wir mit einer ganzen Reihe an Gewindefittingen. Geht auch - Ende gut, alles gut!?

Nein! Wenn wir hier jetzt schon die halbe Installation erneuern, dann soll man auch ein klares Update der Küche sehen. Und deswegen gönnen wir uns trotz schlechtem Wetter einen Tag Bau-Auszeit und bummeln durch das Stammhaus von IKEA in Älmhult. Wie essen lecker Köttbullar und erstehen weiße Laminatplatten, die das bisherige holzimitierende PVC als Fliesenspiegel ersetzen. Das Verkleben gelingt erst beim zweiten Versuch, bei dem wir Silikon, statt Montagekleber verwenden. Die Mühe lohnt sich, das Ergebnis gefällt und sehr!

Ich kann kein "Rehtnyg" mehr sehen und widme mich daher mal den viiiielen Maulwurfshügeln in unserem Kattgård-Garten. Fein säuberlich wandert Schaufel für Schaufel in diverse Eimer. Im Frühling werde ich diese top gelockerte Erde für Aussaaten und zum Auffüllen der neueren Hochbeete nutzen.  Danke "kleiner Maulwurf"!!!

 

p.s.: Habt ihr auch gerade Bilder der niedlichen Zeichentrickfigur im Kopf, die (1957 aus tschechischer Feder stammend) in Deutschland das erste Mal 1968 ausgestrahlt wurde? Wow, der kleine Kerl ist sogar NOCH älter als ich! ;-)


Unterdessen schließt Michel das letzte Projekt in Rehtnyg für diesen Urlaub ab: Gleich nach der Einreise nach Schweden haben wir nämlich neue, diesmal ölführende, elektrische Heizkörper für alle Zimmer im kleinen Häuschen gekauft. Die schwedische Beschreibung zu verschiedenen Einstellungen gibt uns derzeit noch ein paar Rätsel auf, aber sie funktionieren und machen einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Eine zusätzliche Kindergarderobe vom Lopis ist nun auch angebracht.

Jetzt muss es aber auch im Kattgård mal etwas weiter gehen, finde ich. Wie wäre es mit dem Fußboden im Obergeschoss? "Dafür brauchen wir eine Schleifmaschine!", sagt mein Mann. Und so fahren wir spät am Freitag Nachmittag nach Halmstad, um über das Wochenende ein entsprechendes Gerät auszuleihen. Wie immer, wenn wir in Halmstad Zeit haben, fahren wir nach Tylösand an den Strand. Diesmal bei wunderschönstem Sonnenuntergang. Da ist auch Nuka im Glück!

Am nächsten Morgen geht's frisch ans Werk. Michel startet den Testlauf und übergibt mir dann das schwere Gerät. Passend zum draußen tobenden Schneesturm sorgt er anschließend drinnen für dicke Luft, währen er mit dem Exzenter die Randbereiche nachbearbeitet. Nuka ist ein ausgesprochen mutiger Baugeselle, weder Lärm noch Nebel können ihn von uns fern halten. Am nächsten Tag bekommt der Fußboden seinen ersten Anstrich mit Hartwachsöl, denn..

..am Montagmorgen soll die Maschine so früh wie möglich wieder abgegeben werden. Kein Problem, denn der kurze Schneesturm hatte sich schnell gelegt, wurde von frühlingshafter Sonne abgelöst und wir sind zur blauen Stunde bereits in Tylösand und bewundern den Sonnenaufgang. Nuka ist noch müde, bis er ein paar Möwen entdeckt, die es zu jagen gilt. Wir vertreiben die Müdigkeit mit einem Käffchen aus unseren schönen neuen Emaille-Bechern mit Kattgård-Logo.

♥♥♥ DANKE an Erik und Larissa! ♥♥♥

Mit Nachschub an Hartwachsöl geht es nach Hause. In den folgenden Tagen erhält der Fußboden einen zweiten Anstrich und nach erneuter Trocknung sogar eine dritte, gerollte, Versiegelung. Parallel dazu streiche ich den verputzten Schornstein und die angrenzenden Leichtbauwände. Hier wird einmal die Küchenzeile für die Oberwohnung stehen....

Ganz so Schlag auf Schlag wie oben beschrieben sind unsere Aufenthalte in Schweden natürlich nicht. Schließlich haben wir Urlaub!!! ;-) Und mit dem kleinen Hundchen gehen wir jeden Tag viel und gerne lange Strecken spazieren, immer mit einem Augen auf der Suche nach dem Elch. Doch oft sehen wir nur seine Hinterlassenschaften oder Spuren im aufgeweichten Weg.

Die folgenden Bilder sind an verschiedenen Tagen auf der Runde entstanden,

die wir liebevoll, die "Hajo-Runde" nennen.

DANKE für deine Streckenempfehlung @ Hajo! :-)

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