Obergeschoss Teil 2 - Der Kattgård von oben!

Im Garten sind NATÜRLICH (*grins) ein paar neue Pflänzchen eingezogen: Schlüsselblumen unter dem Küchenfenster, Storchenschnabel im Staudenbeet und rechts von den Hundsrosen ein paar Jasminwurzeln (Hier bin ich gespannt, ob die winzigen Triebe, die Michel an der Wurzel entdeckt, weiter wachsen.)

Von Claudia habe ich vier prächtige Holunderpflanzen bekommen. Nachdem ich vor genau 3 Jahren einmal an der "Pferdeweide" einen (leider gescheiterten) Versuch startete, eine Holunderhecke zu setzen, probiere ich es nun an der Steinmauer. Die Wiese hinter dem Steinwall ist total feucht, das sollte den Holunderchen gefallen. Außerdem schütze ich sie diesmal mit Hasendraht vor fresswütigen Kaninchen. Die kleine Johannisbeere stammt ebenfalls aus Claudias Beständen - Dankeschööön! :-)

Und an der Wegecke zur Scheune hält ein Schmetterlingsflieder Einzug. Diesem ist es in den ersten, noch frostigen Tagen in Schweden ziemlich schlecht ergangen. Daher stutze ich ihn auf Kniehöhe und reibe kräftig an meinem (grünen) Daumen. Kämpfen bitte! *daumendrück

Unsere Küchenhexe ist jeden Tag in Betrieb, am Morgen heizen wir ein, um uns einen weckenden Kaffee zu kochen, am Abend wird darauf gekocht. Gleichzeitig ist die Küche schön warm und auch das gelüftete Schlafzimmer bekommt mal etwas "Heizungluft" ab, wenn wir mit der Arbeit beginnen und die Türe offen stehen lassen. Am Nachmittag wird gelegentlich sogar ein Kuchen in die Röhre geschoben. Diesmal gibt es Rhabarberkuchen dessen Rezept Michel in der Landlust entdeckt. LECKER!!! Am nächsten Tag genießen wir den Kuchen zusätzlich mit Rhabarber-Kompott. NOCH BESSER :-) Wer Lust aufs Nachbacken hat, kann mir eine Nachricht senden, dann kommt das Rezept "frei Haus" geflogen. ;-)

Was dem Julchen ihr Garten, ist dem Grizzly die Technik. Und deswegen gibt es übergangsweise eine Drohne im Kattgard. Der Michel tastet sich brav ran, an so viel empfindliche Technik..und der Urmel ist sogar noch braver und tastet vorsichtshalber gar nicht. Kleiner Angsthase! *grins

Endlich gehts nach draußen und ich bin baff, wie hoch die Drohne fliegen kann. Zeitweise kann man sie kaum noch am Himmel erkennen. Nach einigen Flugversuchen schaltet Michel die Kamera ein und dreht einige kleine Filmchen. Ich bin waaaahnsinnig neugierig, wie der Kattgard von oben ausschaut....

....ihr auch? :-)  Dann schaut es euch mal an:

Begleitet werden unsere Aufnahmen vom empörten Gezeter eines Eichhörnchens. Wir haben zwei hell rotbraune und ein dunkleres als Dauergast in unserem Garten. Kunststück: Wo wir doch drei Viertel des Jahres die Vögel füttern und im selbstgemischten Futter auch Nüsse zu finden sind. Dies bringt die wendigen Kerle regelmäßig dazu uns ihre Akrobatik im ca 2 Meter entfernten Vogelhäuschen vorzuführen.

Trotzdem nutzen auch viele Vögel das für sie vorgesehene Angebot. Neben Blau-, Kohl-, Sumpfmeise, Buchfink und Klaiber, besucht uns täglich der Buntspecht. Die Dompfaffen/Gimpel haben diesmal sogar Zeit für eine kleine Fotosession. Aber wir bekommen auch Grünspecht, Dreizehenspecht, Bergfinken, Grünfinken, Kernbeißer und Stieglitz zu Gesicht. Manchmal kann man sich gar nicht mehr vom Fenster oder der Veranda trennen, so lebhaft ist das Treiben vor der Haustür.

Eine schlimme Kollision mit unserer Verandascheibe bringt einen Gimpel für kurze Zeit sogar noch dichter an uns ran: Michel hört den leisen Aufprall und findet den kleinen Herren verstört auf unserer Veranda liegend. Er setzt ihn auf ein angewärmtes Körnerkissen und wir beobachten, wie einige andere Gimpel neugierig das lädierte Familienmitglied besuchen. Nach einigen Minuten hat sich der kleine Kerl erholt und fliegt zurück auf die Stange neben dem Futterhäuschen. :-) Tschüß kleine Mann!

So können wir uns beruhigt wieder unsererm "Urlaub" zuwenden und beginnen mit dem Aufbau des Windfanges im Obergeschoss. Der raum soll nur zur Abtrennung der oberen Wohnung dienen und wird daher bewußt klein gehalten. Gerande einmal 40cm² Fensterfläche lassen ein wenig Tageslicht hinein. Damit der Raum in dem auch Garderobe und Schuhschrank Platz finden sollen nicht zu duster wird, werden wir in die Wand drei Fenster aus dem ehemaligen Anbau einsetzen. (Ihr erinnert euch? : *klick*)

Die Fenster haben eine gute Grundsubstanz sind aber ansonsten in einem desolaten Zustand. Daher beginne ich schon einmal mit der Restauration und entferne allen Kitt um die Scheiben herauszunehmen. Später werden die Fenster geschliffen, gestichen, neu verglast und machen sich hoffentlich gut in der Wand zwischen Windfang und Wohnzimmer. Michel beschäftigt sich derweil mit dem Nivellieren der Deckenbalken und Stützen und auch die Querverstrebungen werden schon montiert. Hier kann es im Sommer mit frischem Tatendrang weitergehen...

Endlich, endlich ist es so weit: Der Michel braucht eine Auszeit vom Ausbau im Obergeschoss und deswegen geht es draußen weiter. Mein (oder eigentlich Michels, weil er ja der Koch ist) Kräuterbeet wird gebaut. Zuerst einmal machen wir eine stundenlange Ortsbegehung, bis wir uns entscheiden können, welches der beste Platz dafür ist. Sonnig muss er sein und natürlich nah am Haus (man braucht ja auch bei schlechtem Wetter mal ein wenig Schnittlauch). Schließlich ist der geeignete Ort gefunden: Direkt neben der Verand, mit späterem Wasserzulauf aus dem Fallrohr der Dachrinne. Michel übernimmt die schweißtreibende Arbeit, den Boden abzustechen. Gleichzeitig legt er die letzte Seite der Schotterfläche um die Veranda frei. Hier soll auch noch eine flache Steinabgrenzung zum Rasen entstehen. Der Aushub wird von mir gesiebt und dient uns so als unterste Schicht im Kräuterbeet. Darunter verlegen wir freilich noch ein Unkrautflies. Ich schleppe fleißig Steine aus den unkultivierten Teilen des Gartens heran und Michel mauert daraus eine kniehohe Beeteinfassung. Hinein kommt also die gesiebte Erde und darauf aufgedüngte Pflanzenerde aus dem hiesigen Baumarkt. Dann können die mitgebrachten Pflänzchen Einzug erhalten. Bisher haben Minze, Wiesenzwiebel und Waldmeister ihren Platz gefunden. Im Sommer werden noch weitere Kräuter folgen.

Zum Urlaubsende wird im Obergeschoss fleißig aufgeräumt, alle Fenster sind wieder frei zugänglich und daher zeige ich noch schnell den Ausblich aus der zukünftigen Gästewohnung: