Übernahme des neuen Häuschens "Rehtnyg"

Neujahr erreichen wir den Kattgård am frühen Abend und nehmen den Kattgård in Betrieb, gleich am nächsten Morgen, wird die Weihnachtsbeleuchtung rausgeholt. Ein Muss für die dunkle Jahreszeit im Norden und einfach gemütlich!

Der Flur im Obergeschoss steht voller geschenkt bekommener Möbel. Es wird Zeit weiterzukommen. Die Arbeiten sehen jetzt nicht mehr so bahnbrechend aus, sind es dafür aber umso mehr. Jens bringt wieder Ordnung in die Kabel, die bei unserem Baufortschritt hier und da etwas durcheinander geraten sind. Er verlegt neue Leitungen an die Stellen, die wir bei der ersten Planung vergessen hatten, in den Alkoven und den Spitzboden. Die vielen Kabelspinnen, die aus den Wänden schauen, verschwinden endlich unter den lange bereitliegenden Steckdosen und Schaltern. Ich folge Jens wie ein Schatten und vertäfele die letzten Wände, die noch zur Kabelverlegung offen geblieben waren. Michel schleift in der Zeit erneut alle Zimmertüren durch und grundiert sie ein zweites Mal.  Außerdem ist er der Retter in der Not, als ich feststelle, dass wir ein wenig bei der Konstruktion der Wand am Waschbecken gepennt haben. Weil es fertig so schön aussieht, hängen wir auch noch den mitgebrachten Spiegel (DANKE Antje und Uwe!) auf und schließen die Beleuchtung an.

Schließlich kommt der große Moment: Das gesamte Obergeschoss wird an die Hauptstromversorgung angeschlossen: Hurra! Überall Licht, überall Saft auf den Dosen, nie wieder Stolperfallen in Form von Verlängerungskabeln und Mehrfachsteckern.

Wir treffen viele Nachbarn, Bekannte und auch Björn kommt auf einen Kaffee vorbei. Wir diskutieren über die große Tanne an der Badezimmerseite. Würde sie einem Sturm zum Opfer fallen, würde sie direkt aufs Haus stürzen, da sie so schief steht. Björn wirft einen Blick darauf und bietet uns an, die Fällung zu übernehmen. Als wir am nächsten Tag vom Einkaufen nach Hause kommen, liegt das Monster bereits an Boden. "B" war da! ;-) DANKE!

Jetzt gehen wir selbst ans Werk. Jens entastet die dicken Äste, Michel sägt sie vom Stamm und ich schleppe das Grünzeug zum Lagerfeuer. Einen von zwei dicken Haufen verbrennen wir noch in diesem Urlaub, der andere bleibt über den Winter liegen und bietet kleinen Tieren guten Unterschlupf.

Von der Spitze an beginnen die Männer Feuerholzstücke zu sägen. Am nächsten Tag erfahren wir von Björn, dass im Frühling das mobile Sägewerk in unser Dorf kommt. Deswegen entscheiden wir uns, den Stamm lediglich in 4-Meter-Stücke zu teilen und uns später Bretter davon sägen zu lassen. Eigenes Bauholz, das wird toll!

Mich zieht es jetzt endlich hoch zum neuen Häuschen. "Rehtnyg" soll so schnell wie möglich als Ferienhaus vermietet werden. Zuvor möchte ich den Räumen meinen eigenen Geschmack aufdrücken. Aber machen wir erst mal einen Rundgang durch die Räumlichkeiten...Gefällt es euch?

Während die Männer den Holzschuppen entrümpeln, durchsuche ich Stück für Stück die Schränke, sortiere aus, was mir unpassend erscheint und lasse Poster und einige Deko von den Wänden verschwinden. Jeden Tag geht es ein wenig weiter. Ich putze Bad und Küche, wische durch die Regale und bekomme fast nicht mit, dass die Herren mir inzwischen wieder Gesellschaft leisten. Sie haben sich daran gemacht, die Tanne, die vor einigen Jahren beim Sturm ihre Spitze einbüßte, zu fällen. Als sie am Boden liegt ist wieder jede Hand gefragt. Das Grün verteilen wir im hinteren Garten, entastete Äste wandern in unsere Scheune auf den Lagerfeuer-Holzbestand. Der Stamm wird in 4-Meter-Stücke geteilt.

Am Werk war hier "M", gell... Jens... (Sorry, kleiner Insiderwitz.) ;-)

Michel vertreibt noch die "bösen Geister", die es gar nicht gibt, aus dem Häuschen und spätestens jetzt ist es Zeit den Stoffen im Häuschen zu Leibe zu rücken.  Alle Gardinen, Bezüge etc. werden gewaschen, getrocknet, gebügelt und nach der Reparatur einiger Gardinenstangen wieder aufgehängt. Hier und da finde ich weitere Kleinigkeiten, die klar in den Aufgabenbereich der Männer gehören. Klemmende Schranktüren, hängende Paneele, neu zu installierende Elektrik etc.

DANKE Jens - für alles!

Wie es am Ende aussieht und

Informationen zur Vermietung findet ihr auf der neuen Seite:

VERMIETUNG - Ferienhaus "Rehtnyg"

Wenn frau sie lässt schrauben die Männer natürlich viiiiel lieber am Trecker rum. Mehrmals fahren sie zu verschiedenen Werkstätten, irgendwelchen Hydraulikkram kaufen und Filter glaube ich (*hüstel). Von einer Tour zu Europas größtem Supermarkt kommen sie nach einem "kleinen" Umweg mit einer "bakskopa", einer Heckschaufel, nach Hause. Muss man(n) haben. Okay, ich gebe zu, sie ist wirklich ungemein praktisch. Man kann super Feuerholz vom Wald nach Hause, von dort ins neue Ferienhäuschen oder von dort Möbel runter zum Kttgård transportieren. Und sicher finden sich bald weitere Verwendungsmöglichkeiten. Zum Beispiel Gemüsegartenflächen plan schieben!?

Nachdem beim Schrauben einiges nicht gleich so wollte, wie es sollte, lief der Trecker am Ende wieder wie am Schnürchen und Michel hat die Baustammteile vom Kattgård und Rehtnyg mit Hilfe des Frontladers zusammengefahren. Nun warten sie auf das Sägewerk.

Natürlich gibt es auch immer mal wieder Verschnaufpausen. Gerne in Baumärkten, (wo Jens sich glücklicherweise genauso gerne umschaut, wie wir) zum Chinamann, lecker essen, oder zu HYLTEBRUKS JAKT & LANTMAN, einen Landhandel in dem es eine Riesenauswahl an Klamotten, Gartengeräten und eben allem möglichen Jagdzubehör gibt. Natürlich nicht nur Luftgewehre, sondern auch einen extra Raum für Feuerwaffen und Munition. Spannend zu sehen, aber wir nehmen doch nur ein paar Kleinigkeiten mit.

Zum Schluss noch ein kleines Update für den Garten: Gemeinsam mit Jens schneide ich den total verkorksten Apfelbaum nun endlich kräftig zurück. Hoffentlich treibt er wieder neu aus und trägt in 2-3 Jahren wieder Früchte. Die sind nämlich besonders saftig.

Im westlichen Gartenteil ist durch das Fällen der Tanne viel lichte Fläche entstanden, hier zieht das kleine Birnenbäumchen ein, welches Erik mir zu Weihnachten geschenkt hat. Danke nochmal Sputz! :-)

Der im Herbst gesetzte Knoblauch ist schon kräftig ausgetrieben, hoffentlich übersteht er so den Winter!