Männerwirtschaft im Kattgård

Die Jungs starten den Urlaub gleich am ersten Tag mit Arbeit. Das im Januar gefällte Holz (drei Erlen, zwei Birken, eine Kiefer) liegt noch beim Nachbarn und wird in Klötze zersägt. Bei Mats können sie einen Anhänger leihen und so kann Andreas schon anfangen aufzuladen, während Michel weitere kleine Bäume fällt. Dabei fallen der Husquvarna zwei Pappeln, eine Birke und ein Teil einer Weide zum Opfer. Die ersten Fuhren werden auf der Mistplatte zwischengelagert und dort gehackt, das Holz füllt die letzte Schweinebucht in der Scheune.

Anschließend lässt Michel die Kettensäge auf unserem Grundstück kreisen und  fällt noch eine Eiche am westlichen Steinwall. Dies ist einer der Bäume, die unser Stromversorger verunstaltet hat. Weiter im Vordergrund soll die Beerenhecke entstehen, die so mehr Licht bekommt, zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Im Längsschnitt kann man toll den Aufbau eines Stammes erkennen: Im Inneren (etwas dunkler) das Kernholz, dann das sogenannte Splintholz, das sehr dünne Kambium kann man nicht erkennen, danach kommt der Bast und aussen die wieder bekanntere Borke.

Yumi hilft natürlich fleißig mit und sucht die Stöcker wieder ein, die der Andreas einfach wegwerfen will. ;-)

Das geht doch nicht: Nichts verkommen lassen! Solche dicken Äste werden für spätere Lagerfeuer in der Scheune getrocknet, das Kronenholz schichte die Jungs für eine abendliches Feuer am Steinkreis.

Damit das feuchte Kronenholz brennt, werden erst einmal ein paar bereits getrocknete Scheite entzündet. Danach kann auch frischer Schnitt aufgeschichtet werden. Welchen rituellen Tanz der Anderas dort veranstaltet, verrät er mir nicht. Vielleicht hofft er auf noch mehr Schnee, der eine Heimreise unmöglich macht? Dann würde ich gerne bei ihm in die Lehre gehen.... :-)

Vor der Scheune entsteht ein ansehnlicher Haufen, der von Michel gehackt und von Andreas aufgesammelt und in der Scheune aufgestapelt wird...Holz macht eben mehrfach warm. :-)

Die kleinen Vögel kommen dichter und dichter ans Haus heran und signalisieren eindeutig: Fågelmatningen är tom! (Das Futter ist leer!) Also düsten Michel und Andreas in die große Stadt, kaufen Körnerfutter und Kokosfett und versuchen ihr Glück beim Füllen meiner Tontopfglocken. Nach kleineren Missgeschicken und einigen Whatsapp-Anfragen nach Hause, hängen sie nun wieder zahlreich in den Bäumen des Kattgård-Garten.

Hier seht ihr noch einmal die Ausbeute des Feuerholzurlaubes: Eine prall gefüllte Schweinebucht,

dicke Äste auf dem Lagerfeuerstapel und weiteres Brennholz unter der Treppe in der Scheune.

 

Vielen Dank für deine tatkräftige Unterstützung Andreas!!!