Hästhults kvarn och såg - Hästhultsskogen

Die Säge und Mühle in Hästhult ist eine einzigartige Anlage, die als Gemeinschaftsprojekt für die vier Bauernhöfe in Hästhult gebaut wurde. Es ist die einzige erhaltene „Nickesåg“ in Kronoberg und es gibt nur wenige gleichaltrige Mühlen im Län. Sie ist eine Gattersäge mit nur EINEM Blatt, 10mm dick (!), welches vertikal arbeitete.

Die Säge wurde von einem stehenden Wasserrad angetrieben, am Rad war ein Spanhobel angebracht. Unter dem Gebäude befand sich ein kleines liegendes Wasserrad, welches den Schlitten, der den Stamm trug, zum Sägeblatt führte. Neben der Säge befand sich eine kleine Sägekammer

Die Mühle hatte nur ein Steinpaar und wurde ebenfalls von einem stehenden Rad angetrieben. In den Jahren 1782-1823 diente die Mühle als Zollmühle und war bis in die 1930er Jahre in Betrieb. Wie alt das Gebäude ist, ist nicht bekannt. Auf einem Baumstamm im Inneren der Mühle ist die Jahreszahl 1744 eingraviert. Der Typus lässt sich jedoch bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen.

Lieder existieren die großen Wasserräder von Säge und Mühle nicht mehr.

Der Fluss war in drei Kanäle unterteilt, einer betrieb die Säge, einer die Mühle und der mittlere blieb für die Aale. 

Mühle und Sägewerk befinden sich direkt neben dem Naturschutzgebiet Hästhultsskogen. Hier kann man noch heute sehen, wie Sturm Gudrun 2005 den Wald verändert hat. Die Umgebung ist fantastisch und gelegentlich wird "Musik in der Mühle" gemacht oder die Erinnerungen, die Frans Johansson (geb. 1882 in Gårdshult) 1940 für das Folkminnearkivet aufzeichnete, erzählt.:

„Das alte Sägewerk wurde in Fachwerkbauweise auf zwei Etagen gebaut und mit Spaltholz verkleidet. In den 1840er Jahren brannte es bis auf einen Eichenbalken nieder und wurde auf Stein neu errichtet. - Die Mühle wurde in den 1870er Jahren gebaut. Wenn Wasser da war, sägten die vier Bauern Tag und Nacht. Sie hatten ihre Frau, den Knecht oder eine Dienstmagd dabei, die ihnen mit einem Holzstab leuchteten. In ihren Essensbeuteln befanden sich Kartoffeln, die in Asche gebraten wurden. Die mit der Axt besäumten Bretter mit einer Mindestbreite von 12 Zoll wurden nach Halmstad verkauft. Für ein Dutzend gab es 4-5 Kronen (40-50 Cent).

In Odensjö gab es früher ein sogenanntes „knektsmöte“ (Knechtetreffen) und als 1926 sonntagabends das letzte Mal gesägt wurde versammelten sich die jungen Leute dazu am Sägewerk.“