Mexikanische Minigurken - Honiggurken

Die Gurkenernte fällt in diesem Jahr reichlich aus, alle paar Tage können wir eine Salatgurke der Sorte Tanja essen. Da wir schon bald nicht mehr hinterher kommen, wird ein Teil haltbar gemacht. Nach kurzer Recherche im Netz, finde ich ein ansprechendes Rezept für "Honiggurken". Die bieten sich für uns als Imker doch wohl an? ;-)

Den Sud setze ich aus Honig, Apfelessig, frischem Zitronensaft, etwas gehacktem Ingwer, vielen Senfkörnern und einigen Wacholderbeeren an. Die geschälten und grob entkernten Gurken mit Salz bestreuen, über Nacht ziehen und das abtropfen lassen. Die Gurken im Sud kurz aufkochen und dann nur noch in sterilisierte Gläser abfüllen. Der Geschmackstest hat ergeben, dass die Rezeptur noch ausbaufähig ist...

Bei der Gurkenernte Teil 2 werde ich vom Junior unterstützt. Sechs von den vorgezogenen mexikanischen Minigurken habe ich im Frühsommer gepflanzt. Die anfangs mickrigen Pflanzen eroberten bis August eine ganze Terrassenseite und sklettern über 3 Meter hoch bist aufs Dacht. (Gut, dass Erik mit seinen fast 2m zur Hilfe da war. *lach - DANKE Sputz!)

 

Wir haben unzählige Gürkchen direkt vom Rankgitter genascht, doch jetzt hat sich hier und da Mehltau gebildet, so dass der Rest (800g, immerhin) abgeerntet werden muss. Eigentlich sind sie zu schade zum Einkochen, aber alle zu essen gäbe sicher einen schönen Blubberbauch. Also: Same procedure... mit modifizierter Rezeptur. ;-)

Nach einem vierwöchigen Aufenthalt im Kattgård entdecke ich im Gewächshaus noch eine letzte Salatgurke, die riiiesig und total farblos ist. Mein erster Gedanke: "Shit, ab auf den Kompost!" Das konnte ich aber nicht übers Herz bringen. Von wegen: Lebensmittel wegschmeißen und so.. ihr wisst schon.. Die zweite Idee waren "Schmorgurken", also den Michel und seine Mama befragt, die sich in ihrer Abneigung gegen Schmorgurken allerdings einig sind: "Ihh. Die sind total schlabberig!"

Tja, erst mal aufschneiden und probieren, ob die Frucht noch genießbar ist. Wenn handelsübliche Salatgurken anfangen gelb zu werden, sind sie ja bitter und ungenießbar. Nicht so diese, innen fast weiß und VOLL lecker! Und außerdem entdecke ich, dass eine Gurke in diesem Stadium auch ausgereifte Kerne hat! Es plingt in meinen Augen: Saatgut!

Bisher sind mir entnommene Kerne immer verschrumpelt. Diese blieben schön prall

Zum Einkochen schafft es dann nur noch die halbe Gurke und zu Honig und Apfelessig gebe ich diesmal ein Tütchen fertiges Gurkengewürz. Das kann ich euch wirklich empfehlen. Ihr habt dann alles beisammen, braucht nicht zig verschiedene Sachen dazukaufen (Wer hat schon Zitronen, Ingwer etc. im Garten?) und der Geschmack dieser Sud-Variante überzeugt uns.  Auch stelle ich fest, dass man die Gurke nicht über Nacht ziehen lassen muss, die wenige Flüssigkeit, die dabei austritt kann man durch ein paar Minuten Mitkochen im Sud verdunsten lassen. 

Manchmal ist der einfachste Weg eben auch der Beste!  - Und merke Judith: "Nächstes Jahr wieder eine Gurke ausreifen lassen! :-)

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