Die "Drei Schwestern" - Milpabeet anlegen

Frohe Pfingsten!

Und einen wunderbaren "Guten Morgen" wünsche ich euch. Ein freier Tag liegt vor mir, Zeit euch meine neueste Buddelei zu zeigen.: Am vergangenen Wochenende ist in unserem Garten ein "Milpabeet" entstanden.... Im Internet bin ich über diese interessante Beetbepflanzung gestolpert und wollte sie am liebste sofort ausprobieren. Aber von Anfang an:

 

Was ist ein Milpabeet?

Die Idee des Milpabeetes ist uralt und stammt urspünglich aus Südmerika. Der Begriff Milpa entstammt ihrer Sprache der Azteken. Auf Nahuatl heißt es Mil-li-pan, frei übersetzt: "Wir werden auf dem Feld gesät". Zur Urbar- und Fruchtbarmachung wurde ein Stück Land brandgerodet und drei Gemüsesorten angebaut, die sich wunderbar ergänzen, ja sogar gegenseitig beim Wachstum unterstützen!

Die DREI SCHWESTERN: Mais, Bohnen und Kürbisgewächse!

Der Mais bietet mit seinem hohen Wuchs eine Rankhilfe für die Stangenbohnen, Die Bohnen wiederum versorgen mit ihren Knöllchenbakterien an den Wurzeln den Mais und Kürbis mit Stickstoff und somit mit dem notwendigen Dünger. Der Kürbis beschattet mit seinem großen Blattwerk den Boden und schützt ihn so (wie eine Mulchschicht) vor dem Austrocknen. Gerade der Mais benötigt ja viel Feuchtigkeit und auch die recht dünnen Stängel der Bohnen haben es gerne feucht um die Beine.

 

Ende März habe ich den Mais vorgezogen, Mitte April die Kürbise und erst Mitte Mai die Stangenbohnen. Letztere kann man auch direkt ins Freiland stecken, aber ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, sie erst ein wenig in Töpfen zu kultivieren. Dann sind sie den Schnecken in unseren Beeten ein wenig voraus. ;-)

Der von mir gesäte Indianermais liegt schon lange in meiner Saatgutkiste und zeigt daher eine schlechte Keimrate. Die geplante Pflanzung im Block fällt daher leider aus und deswegen ergänze ich das Bett entgegen der "Regel" dann trotzdem mit Bambusstangen.

Die einbetonierten Pfosten in den Ecken des ausgwählten Beetes inspirieren mich zu einer kreuzförmigen Anordnung, die eine einfache Befestigungsmöglichkeit bietet. Nachdem die Stangen stehen, zieht der Mais ein, den ich zwischen die Stangen setze. In die so entstehenden vier Dreiecke setze ich sechs Kürbispflanzen. Eigentlich etwas zu eng, aber irgendwo müssen die kleinen Schützlinge ja unter kommen. ;-) Jetzt noch fleißig wässern...

Bohnen auszusäen und ihnen beim Keimen und Wachsen zuzuschauen ist für mich immer eine Freude! In diesem Jahr habe ich sogar mein erstes eigenes Saatgut der Sorten: Neckargold, Cobra, Monstranz, Tendestar und Feuerbohne. Wie die kleinen Keimbögen sich in nur wenigen Tagen aus der Erde schieben und aufrichten, ist ein richtiges Schauspiel finde ich...

Ende Mai ziehen die ca. 20 cm hohen Stangenbohnen dann ins Milpabeet um. Das Gesamtbild schaut wuselig aus und ich bin echt gespannt, wie es sich in den nächsten Wochen entwickeln wird.

Übrigens: Akelei, Mohn, Beinwell/Comfey, Borretsch und dergleichen werden bei uns nicht als Unkraut betrachtet und nur dort entfernt, wo sie die Kulturpflanzen behindern würden. Alle anderen selbstauflaufenden Stauden belassen wir für die Bienchen und den hübschen Anblick, wo es ihnen gefällt!

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Michel (Mittwoch, 08 Juli 2020 16:04)

    Hallo,
    das ist ja klasse, wie sieht den das Milpabeet heute aus? (-;