Qittengelee, Qittenkompott, Quittenlikör

Der Vorratsraum ist jetzt nicht wirklich leer, aber man muss die Feste feiern wie sie fallen: Und so haben wir vor ein paar Wochen die Gelegenheit beim Schopf gepackt und aus einer Klappbox voller Quitten unseren Vorrat an Selbstgemachtem ein wenig aufgefüllt...

Im letzten Jahr hatte ich das große Glück, von Michels Mama Anne drei fertig abgekochte Liter Quittensaft zu bekommen. Da war das Gelee schnell gekocht. Diesmal mache ich die Erfahrung, dass die Vorbereitung zum Einkochen echte Knochenarbeit ist. ;-)

Zuerst einmal werden die Härchen auf den Quitten durch Abreiben und Polieren mit einem trockenen Lappen entfernt. Ziemlich krümelig- staubige Angelegenheit. Von Nachbarn haben wir sogar erfahren, dass dies bei ihnen einen Hustenanfall auslöste...Bei uns nicht.. :-)

Dann werden die leuchtenden Früchte zerkleinert. Wie ein frischer Apfel, färben sie sich dann umgehend dunkel, was der Qualität des Saftes aber keinen Abbruch tut. In einem großen Topf und gerade so mit Wasser bedeckt werden sie gekocht, bis sie "gut durch" sind. Anne sagte, ca. eine Stunde. Unser Topf ist riesig und randvoll, wir hatten etwas mehr Geduld. ;-)

(Vom Entsaften in einem herkömmlichen Entsafter raten wir ab, der Ertrag ist DEUTLICH geringer!)

Die weichgekochten Quitten müssen nun abgeseiht werden. Da unsere Menge groß ist UND wir wirklich keine Stückchen mehr im Gelee finden möchten, benutzen wir hierfür ein Mulltuch. Erfinderisch, wie wir ja manchmal sind, befestigen wir dies an den Beinen eines umgedrehten Küchenstuhles und stellen die Auffangschüssel darunter. Einen Teil des Saftes kochen wir mit 2:1 Gelierzucker auf, lassen ihn 4 Minuten köcheln und füllen ihn dann in sterile Gläser ab.

Aus den schönsten Quitten schneiden wir Schiffchen, die wir mit etwas Wasser bedeckt köcheln lassen, bis die Flüssigkeit etwas eindickt. Hier geben wir ein wenig Zucker und eine Prise Zimt hinzu. Ab ins Glas, schon ist ein schönes Kompott fertig. Schmeckt göttlich zu Vanilleeis. Mhhhjam...  - Natürlich bekommen alle Vorräte wieder ein schönes Etikett verpasst. :-)

Ein paar Tage später öffne ich einige Flaschen schon wieder. Es soll Likör geben. Den Quittensaft koche ich mit den unten angegebenen Zuckermengen auf, bis der Kandis vollständig gelöst ist. Der braune Kandis gibt dem hellen Saft dabei nicht nur eine leichte Karamellnote, sondern auch eine schöne Färbung! Die Flüssigkeit muss nun abkühlen, bevor sie mit 54%igem Rum vermischt und in sterile Flaschen abgefüllt wird. Nach mehreren Kostproben ( um die richtige Zuckermenge für euch zu finden ) bleibt nur eines zu schreiben:          Skål!  ;-)

Meine Mengenangaben für den Quittenlikör:

2,5 Liter Quittensaft

500g braunen Kandis

100g Zucker

6 Tütchen Vanillezucker

0,7 Liter Rum 54%

Skål!


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