Topinambur und Kartoffeln zu Ostern

Eigentlich wollen wir den Kartoffelanbau in diesem Jahr vollständig meiner lieben Schwiegermama überlassen. Doch im Erdkeller entdecke ich, dass die übriggebliebenen Kartöffelchen tapfer angefangen haben zu keimen. Also sollen sie auch wieder ins Beet. So viel Mumm soll ja belohnt werden. Die Sorte "Blauer Schwede" allerdings hat einen anderen Gönner gefunden, denn trotz aller Liebe des Namens wegen, können wir uns so gar nicht an die lila-beige Schmuddelfarbe einer daraus gekochten Kartoffelsuppe gewöhnen... 

Das Beet der Wahl ist momentan mit Topinambur (ohne Rhizomsperre) belegt. Diese sollen nun in eine lange nicht genutze Beetfläche umziehen und dabei auch gleich den nötigen Knast vor zu starker Ausbreitung erhalten. Also geht es ans Krauten. Dabei fällt auf, dass dem Beet am schmalen Ende der Randstein fehlt, also wird gebastelt. Dann können die drei Kartoffelsorten im Korb: Désirée (festkochend), Adretta (mehlig) und Nicola (festkochend) aber endlich einchecken. :-)

Als nächstes werden (hoffentlich!) alle Topinamburknollen ausgegraben. Die Rhizomsperre wird mit dem Gummihammer versenkt. Die beiden vorjährigen Sorten kann man ausgewachsen sehr gut unterscheiden. Eine "Violet de Rennes" hat regelmäßige Auswüchse und einen leichten Rosaton, die andere bleibt eher länglich, ohne Seitenknubbel und nennt sich "Topstar", diese zeigen jetzt schon neues Grün am Austrieb. Ich verteile sie möglichst gleichmäßig auf die abgegrenzte Fläche und buddele sie ca. 5-10 cm tief ein. Mal sehen, was sich bis zum Herbst hier tut... 

Topinambur kann man übrigens das ganze Jahr, je nach Bedarf, ernten. Dass der Boden zufriert passiert ja in unserer Lage eher nicht mehr.

Mit Kaiserkronen statt Osterglocken wünsche ich nun allen:

Frohe Ostern, sonnige Tage

und vor allem

gute Gesundheit!

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